Im D21-Digital-Index 2019/2020 sind inhaltliche Anknüpfungspunkte zur Corporate Digital Responsibility erkennbar:

So kann zum Beispiel Corporate Digital Responsibility im Kontext der digitalen Selbstbestimmtheit auf individueller Ebene betrachtet werden: Viele Befragte denken, dass sie eingeschränkte Kontrolle über ihre Daten haben (S. 42/43), dies kann etwa durch transparente Cookie-Einstellungen oder auch sprachlich-vereinfachte AGBs gestaltet werden.

 

 

Auf organisationaler Ebene der Corporate Digital Responsibility ist ein Zusammenhang zu den Einstellungen zum digitalen Arbeiten des Index erkennbar (S. 54/55). Die Digitalisierung wird in den nächsten fünf Jahren die Arbeit spürbar verändern – dies geben 44% der Befragten an. Es besteht durch die Arbeitgeber eine gewisse Verantwortung, die MitarbeiterInnen darin zu begleiten und gerade auch Berufstätigen mit geringerem Digitalisierungsgrad zu ermöglichen, sich mehr digitales Wissen anzueignen (S. 57).

 

Die gesamtgesellschaftliche Ebene von Corporate Digital Responsibility spiegelt sich beispielsweise in der Beeinflussung von Wahlen durch soziale Medien oder auch in Anfeindungen in sozialen Netzwerken wider (S. 25). Hier werden nicht nur Risiken, sondern auch Chancen durch die Befragten wahrgenommen.

Unternehmen in diesem Bereich sind also indirekt dazu aufgerufen, ihre Dienste als „Intermediäre“ unter Berücksichtigung der Anforderungen des Netzwerkdurchsetzungsgesetz´ und darüber hinausgehend durch eigenständige Regularien anzubieten.