Einen ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) fordert der „Rome Call for AI Ethics“, der am 28. Februar 2020 veröffentlicht wurde. Mit dem Aufruf will die Päpstliche Akademie einen Beitrag zur Debatte über ethische Aspekte der KI leisten.

Technologische Entwicklungen betreffen das gesamte menschliche Zusammenleben. Dies nahm die Päpstliche Akademie für das Leben zum Anlass, um aus kirchlicher Perspektive Grundsätze für eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche digitale Verantwortung zu formulieren. Sechs Prinzipien für den ethischen Umgang mit KI wurden hierbei definiert: Transparenz, Inklusivität, Verantwortlichkeit, Vorurteilslosigkeit, Zuverlässigkeit sowie Sicherheit und Privatsphäre. Essenzielle Botschaft ist, dass KI Gutes für die gesamte Menschheit und ihre Umwelt leisten soll. Das Potenzial von KI für eine vernetzte Welt, in der Humanität und Nachhaltigkeit im Zentrum stehen, soll ausgeschöpft werden.

Microsoft und IBM waren die ersten beiden Unterzeichner. Microsoft Präsident, Brad Smith, sagte: “We believe technology has the power to solve some of the world’s biggest challenges, but if is to serve society well it must be guided by strong ethical principles that build on global human rights traditions.”

Mit dem „Rome Call for AI Ethics“ trägt der Vatikan zur Debatte über die Schnittstelle von KI und Ethik bei und impliziert eine ethische Verpflichtung von Unternehmen in einer digitalisierten Welt. KI ist damit eine Ressource, die es nachhaltig im Sinne des Gemeinwohls heute und in Zukunft zu gestalten und zu nutzen gilt.

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